Ich hab während des 25C3 natürlich auch die üblichen Nachrichten verfolgt. Unter anderem gab es ein paar News über Privatix, ein vom USB Stick bootbares, vollverschlüsseltes Debian und musste das natürlich sofort mal Testen und einen (etwas längeren) kleinen Bericht drüber schreiben.
Also, zum einen ist dieser Eintrag hier aus Privatix heraus geschrieben. Die Installation ist wirklich kinderleicht und bedarf nur eines min. 4 Gig großen USB Sticks, eines vorher auf CD geschriebenen Privatix ISOs und ein wenig Zeit. Nungut, ein wenig ist im Falle meines lahmen USB Sticks knappe 2 Stunden, aber ich wollte schliesslich auch das komplette Programm mit vorherigem überschreiben des Sticks durch Zufallswerten.
Nach dem Booten von der Live-CD hat man erstmal genau das und nicht mehr. Eine Linux Live-CD mit den üblichen Features plus einem Browser mit kompletter TOR unterstützung und ein paar anderen Paranoia Tools. In meinem Fall hab ich mich für die XFCE Version entschieden weil das einfach mal kleiner und flotter ist als GNOME. Wer will kann das nun zum üblichen rumspielen und Dinge anklicken benutzen, jedoch fällt einem recht schnell der Installations Link auf dem Desktop auf.
Ein beherzter Doppelklick und man landet bereits im USB-Stick-Installer. Hier gibt es im grunde nicht viel zu tun, die Auswahl auf welches Ziellaufwerk, ein Bestätigungsklick das man sich sicher ist das alle Daten gelöscht werden sollen und noch die Frage ob das Ziel mit Zufallsdaten überschrieben werden soll. Es kommen noch 2 Passwort abfragen, die eine ist für das verschlüsselte Dateissystem und die andere das Root Passwort für das neue System. Das ganze abgenickt und die Installation startet, weit einfacher als jede Windows Installation.
Nach einigem rumackern des Systems bekommt man die Erfolgsmeldung das System sei Installiert und man könne nun das System neu starten. Nicht vergessen, CD aus dem Laufwerk nehmen und vom USB Stick booten. Wenn noch jemand eine alte Kiste hat deren BIOS das nicht erlaubt, auf dem frisch Verlinuxten USB Stick liegt ein Mini-Boot-ISO. Das gebrannt und von gebootet und der Stick macht den Rest. Das ganze ist natürlich nicht auf USB Sticks begrenzt, eine externe Festplatte funktioniert genauso und wäre zumindest in meinem Falle auch garantiert um einiges schneller..
Das System von Stick bootet wunderbar Stabil, ich habe es nun schon auf einigen verschiedenen Systemen getestet und bis auf eine Horror Bürokiste mit wirklicher billig Hardware gabs auch überall ein Bild. Im Fall der Horrorkiste half ein <STRG> + <ALT> + <-> (Steuerungaltminus) um den Monitor zu überreden die Auflösung auch anzuzeigen. Es wird nur eine CPU unterstützt und scheinbar auch nicht mehr als 1 Gig RAM, aber für ein XFCE ist das mehr als ausreichend.
Ich werd das nun wohl öfters unterwegs nutzen, auch meinen privaten GPG Key kann ich dank der Vollverschlüsselung ohne Bedenken auf dem Stick speichern, ohne Angst vor dem verlieren des Sticks zu haben. Wie immer gilt aber, ein unsicheres Passwort mach die ganze Geschichte fürn Arsch..